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Das Alpha-Gal-Syndrom beim Hund: Wenn der Zeckenbiss zur Fleischallergie wird

Dass Zecken gefährliche Krankheiten wie Borreliose übertragen können, ist jedem Hundebesitzer bekannt. Doch ein Zeckenstich kann noch eine ganz andere, lebensverändernde Folge haben: das Alpha-Gal-Syndrom. Was viele nicht wissen: Nicht nur wir Menschen, sondern auch unsere Hunde können diese plötzliche Fleischallergie entwickeln.

Der Speiseplan des Hundes wird dadurch völlig auf den Kopf gestellt. Hier erfährst du, was dahintersteckt, wie du es erkennst und wie die Naturheilkunde unterstützen kann.

Wodurch kommt es zum Alpha-Gal-Syndrom beim Hund?

Das Alpha-Gal-Syndrom ist eine Allergie gegen ein bestimmtes Zuckermolekül namens Galactose-α-1,3-Galactose (kurz: Alpha-Gal). Dieses Zuckermolekül kommt natürlicherweise im Fleisch fast aller Säugetiere vor (z. B. Rind, Schwein, Lamm, Wild).

1. Der Zeckenbiss: Der Hund wird von einer Zecke (häufig dem Gemeinen Holzbock) gebissen.

2. Die Übertragung: Im Speichel der Zecke befindet sich das Alpha-Gal-Molekül. Durch den Biss gelangt es direkt in die Blutbahn des Hundes.

3. Die Fehlreaktion: Das Immunsystem des Hundes stuft das Zuckermolekül fälschlicherweise als gefährlichen Angreifer ein und bildet Abwehrstoffe (IgE-Antikörper). Der Hund ist nun gegen Alpha-Gal sensibilisiert.

4. Die Allergie: Frisst der Hund danach Fleisch von Säugetieren, erinnert sich das Immunsystem an den vermeintlichen Feind. Es kommt zu einer heftigen, allergischen Reaktion auf das Futter.

Hinweis: Da Hunde Alpha-Gal eigentlich selbst im Körper tragen, ist diese Erkrankung in der Tiermedizin selten und wird oft als extreme Form der Futtermittelallergie diagnostiziert. Die Auswirkung bleibt jedoch dieselbe: Rotes Fleisch wird nicht mehr vertragen.

 

Zeckenbiss gefährlich für Hunde

Wie kann man es feststellen? (Symptome & Diagnose)

Das Tückische am Alpha-Gal-Syndrom ist die Zeitverzögerung. Während normale Allergien meist sofort ausbrechen, zeigt sich die Reaktion hier erst 3 bis 6 Stunden nach der Fütterung – oft mitten in der Nacht.

Typische Symptome beim Hund:

  • Starker Juckreiz: Der Hund kratzt, leckt oder knabbert sich ständig (besonders an Pfoten, Bauch und Ohren).
  • Hautveränderungen: Rötungen, Quaddeln oder Pusteln auf der Haut.
  • Magen-Darm-Beschwerden: Plötzlicher Durchfall, Erbrechen, laute Magengeräusche oder Blähungen.
  • Pfoten-Schwellungen: Sichtbare Schwellungen im Gesicht oder an den Pfoten.

Wie wird es diagnostiziert?

  • Bluttest: Der Tierarzt kann das Blut des Hundes gezielt auf Antikörper gegen das Alpha-Gal-Molekül untersuchen.
  • Test durch Fellanalyse bei hundegesundheit-alternativ.de

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