Ein Tumor der Analdrüsen beim Hund ist eine ernste, meist bösartige Erkrankung der Analbeutel, die sich häufig durch Schwellungen, Rutschen auf dem Boden („Schlittenfahren“) und Probleme beim Kotabsatz äußert. Während die Schulmedizin auf chirurgische Entfernung setzt, bietet die Naturheilkunde wichtige begleitende Unterstützung für das Immunsystem und die Wundheilung.
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Entstehung: Wie entsteht ein Analdrüsentumor?
Die genauen Ursachen für Tumore der Analdrüsen (meist Adenokarzinome) sind wissenschaftlich nicht vollständig geklärt.
- Chronische Reizungen: Häufige, wiederkehrende Analdrüsenentzündungen oder Verstopfungen stehen im Verdacht, Gewebeveränderungen zu begünstigen.
- Hormonelle Einflüsse: Bestimmte Rassen (wie Cockerspaniel, Dackel oder Schäferhunde) und ältere Hunde sind überdurchschnittlich oft betroffen. Im Gegensatz zu reinen gutartigen Perianaltumoren treten bösartige Analdrüsenkarzinome unabhängig vom Geschlecht oder Kastrationsstatus auf.
- Metastasierung: Diese Tumorart ist aggressiv und streut oft frühzeitig in die umliegenden Lymphknoten im Becken oder in die inneren Organe.
Symptome & Aussehen: Wie sieht es aus?
Im frühen Stadium ist der Tumor von außen oft gar nicht sichtbar und kann nur vom Tierarzt ertastet werden. Im fortgeschrittenen Verlauf zeigt sich folgendes Bild:
Äußeres Erscheinungsbild:
- Eine sichtbare, oft einseitige Schwellung oder Beule direkt neben dem After.
- Die Haut darüber kann gerötet, haarlos oder im Verlauf ulceriert (offen und blutig) sein.
- Häufig wird die Veränderung fälschlicherweise für eine normale Analdrüsenentzündung oder einen Abszess gehalten.
Typische Symptome:
- Schlittenfahren: Der Hund rutscht mit dem Gesäß über den Boden, weil der Tumor drückt oder juckt.
- Schmerzhafter Kotabsatz: Der Hund jammert beim Koten, setzt nur dünnen („bleistiftförmigen“) Kot ab oder leidet unter starker Verstopfung.
- Häufiges Belecken: Intensives Putzen der Analregion.
- Allgemeinsymptome (Paraneoplastisches Syndrom): Viele dieser Tumore produzieren ein hormonähnliches Protein, das den Kalziumspiegel im Blut massiv ansteigen lässt (Hyperkalzämie). Dies führt zu extremem Durst, häufigem Urinieren, Abgeschlagenheit und Erbrechen.
Was sagt die Schulmedizin?
Die Schulmedizin sieht den Analdrüsentumor als chirurgischen Notfall, da er schnell wächst und metastasiert. Die Standardtherapie umfasst:
- Operation (Tumorektomie): Die vollständige chirurgische Entfernung der betroffenen Analdrüse und des Tumors ist die Therapie der Wahl. Wenn die Beckenlymphknoten bereits betroffen sind, werden diese oft mit entfernt.
- Medikamentöse Therapie:
Mehr dazu: Über die Verwendung von Dachsfett bei Analdrüsen Abszesse oder Tumoren
