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Wenn Herrchen oder Frauchen einen Joint neben dem Hund rauchen……

Der Konsum von Cannabis hat in den letzten Jahren weltweit und auch in Deutschland stark an Akzeptanz gewonnen. Doch was bedeutet es für ein Haustier, wenn Frauchen oder Herrchen THC konsumieren? Ob aus medizinischen Gründen oder zum Freizeitvergnügen – der Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) birgt erhebliche Risiken für Hunde.

Hunde reagieren völlig anders auf die Substanz als Menschen, weshalb Tierhalter extrem vorsichtig sein müssen.

Der entscheidende Unterschied: Das Endocannabinoid-System

Hunde besitzen genau wie Menschen ein Endocannabinoid-System, allerdings verfügt der Hundekörper über eine deutlich höhere Dichte an Cannabinoid-Die Wirkung von THC im Gehirn des HundesRezeptoren im Gehirn. Das macht sie extrem empfindlich für die Wirkung von THC. Was für den Menschen eine entspannende oder schmerzlindernde Dosis ist, kann für einen Hund schnell zu einer lebensbedrohlichen Vergiftung führen. Eine berauschende Wirkung, die der Mensch vielleicht sucht, bedeutet für das Tier puren Stress und Orientierungslosigkeit.

Wie nehmen Hunde THC auf?

Die Gefahr für den Vierbeiner droht meist über drei Wege:

  • Verschlucken von Cannabisprodukten: Das ist die häufigste Ursache. Hunde fressen herumliegende Blüten, Haschisch oder sogenannte „Edibles“ (mit THC versetzte Kekse oder Brownies). Letztere sind doppelt gefährlich, da Schokolade oder der Süßstoff Xylit für Hunde ebenfalls hochgradig giftig sind.
  • Passivrauchen: Atmet der Hund den Qualm von Joints oder Vaporizern in einem schlecht belüfteten Raum ein, nimmt er den Wirkstoff über die Lunge auf.
  • Aufnahme von Kot: Menschlicher Kot nach THC-Konsum enthält noch aktive Abbauprodukte. Sucht der Hund beim Spaziergang nach verlockenden Gerüchen und frisst diesen, kann er sich vergiften.

Symptome einer THC-Vergiftung beim Hund

Die Anzeichen einer Vergiftung treten meist ein bis drei Stunden nach der Aufnahme auf. Typische Symptome sind:

  • Extreme Trägheit oder starke Unruhe: Der Hund wirkt teilnahmslos, schläfrig oder im Gegenteil völlig panisch.
  • Ataxie: Der Hund schwankt, verliert das Gleichgewicht und hat Koordinationsprobleme beim Laufen.
  • Mydriasis: Die Pupillen sind stark geweitet, der Blick wirkt starr.
  • Inkontinenz: Ein sehr typisches und häufiges Zeichen ist das unkontrollierte Verlieren von Urin.
  • Veränderte Vitalwerte: Es kann zu Muskelzittern, Speicheln, Erbrechen, einer verlangsamten Herzfrequenz (Bradykardie) und einem Abfall der Körpertemperatur kommen.

Was ist im Ernstfall zu tun?

Wenn der Verdacht besteht, dass der Hund THC aufgenommen hat, ist schnelles Handeln gefragt. Es gilt: Sofort einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.

Tierhalter sollten dabei unbedingt ehrlich sein. Tierärzte unterliegen der Schweigepflicht und sind nur am Wohl des Tieres interessiert. Die Information, dass es sich um Cannabis handelt, spart wertvolle Zeit bei der Diagnose. Versuchen Sie niemals, den Hund selbst zum Erbrechen zu bringen, da dies bei einsetzender Benommenheit zum Ersticken führen kann.

Risiken minimieren: Tipps für den Alltag

Wer THC im Haushalt hat, trägt die volle Verantwortung für die Sicherheit des Tieres:

  • Sichere Lagerung: Cannabisprodukte gehören in absolut hundesichere, am besten verschließbare Behälter (z. B. Gläser oder Boxen ganz oben im Schrank).
  • Rauchfreie Zonen: Konsumieren Sie Cannabis niemals im selben Raum, in dem sich das Tier aufhält. Sorgen Sie für gründliches Lüften.
  • Vorsicht bei Edibles: Backwaren mit THC dürfen niemals offen in der Küche oder auf dem Couchtisch stehen.

Das Beste für Ihren Hund ist keinen Joint in seiner Nähe zu rauchen !!!

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