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Die richtige Balance: Warum Hunde nicht täglich Fleisch essen sollten
Hunde sind im Gegensatz zu Wölfen keine reinen Fleischfresser mehr. Im Laufe von Jahrtausenden der Domestikation hat sich ihr Verdauungssystem an die Ernährung des Menschen angepasst. Sie zählen heute zu den sogenannten Omnivoren, also den Allesfressern. Eine Ernährung, die zu großen Teilen oder
ausschließlich aus Fleisch besteht, schadet der Gesundheit des Vierbeiners auf Dauer massiv. Experten empfehlen daher, Fleisch nur etwa drei- bis viermal pro Woche auf den Speiseplan zu setzen und die restlichen Tage vegetarisch oder fleischreduziert zu gestalten.
Das Risiko einer Eiweißüberlastung
Fleisch ist eine hervorragende Proteinquelle. Erhält der Hund jedoch täglich große Mengen davon, führt dies zu einem extremen Proteinüberschuss. Der Körper kann das überschüssige Eiweiß nicht speichern. Die Leber und die Nieren müssen permanent Höchstleistungen erbringen, um die Abbauprodukte des Eiweißstoffwechsels (wie Harnstoff und Ammoniak) aus dem Körper zu filtern. Langfristig führt diese Überlastung zu chronischer Niereninsuffizienz oder schweren Leberschäden. Oft unbemerkt lagern sich die Stoffwechselgifte im Körper an, was zu Mattheit, stumpfem Fell und Juckreiz führen kann.
Nährstoffmangel durch einseitige Fütterung
Reines Muskelfleisch enthält zwar viel Protein, aber kaum wichtige Mineralstoffe und Vitamine. Wer seinen Hund hauptsächlich mit Fleisch füttert, riskiert ein gefährliches Ungleichgewicht von Kalzium und Phosphor. Fleisch ist extrem phosphorreich und kalziumarm. Fehlt Kalzium in der Nahrung, holt sich der Körper den Mineralstoff aus den eigenen Knochen des Hundes. Die Folge sind Knochenerweichungen, Gelenkprobleme und eine erhöhte Anfälligkeit für Brüche. Auch wichtige Vitamine, Ballaststoffe und Kohlenhydrate, die der Hund für eine gesunde Darmflora und schnelle Energiegewinnung braucht, gehen bei einer reinen Fleischfütterung verloren. Übersäuerung und schmerzhafte Magen-Darm-Erkrankungen sind häufige Begleiterscheinungen.
Fazit für eine gesunde Hundeernährung
Weniger ist mehr: Fleisch sollte als wertvolle Komponente und nicht als Hauptnahrungsmittel verstanden werden. An den fleischfreien Tagen sorgen gut verdauliche Kohlenhydrate wie Reis oder Kartoffeln, hochwertiges Gemüse, hochwertige Öle sowie Milchprodukte (wie Hüttenkäse oder Quark) oder Wachtelei für eine ausgewogene Nährstoffzufuhr. Durch die Begrenzung von Fleisch auf drei- bis viermal pro Woche entlasten Sie die Organe Ihres Hundes und legen den Grundstein für ein langes, gesundes Hundeleben.
Es kann einmal in der Woche auch nur Fisch geben. Bitte hier aber darauf achten, dass es kein Zuchtfisch ist, denn diese sind oft leider mit Antibiotika und anderen Stoffen verseucht.
