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Syringomyelie (SM)

Die Syringomyelie (SM) beim Hund ist eine schwere, chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. Dabei bilden sich im Rückenmark flüssigkeitsgefüllte Hohlräume (Syringen), die das umliegende Nervengewebe schmerzhaft schädigen. Die Erkrankung tritt besonders häufig bei brachyzephalen (kurzköpfigen) Zwergrassen wie dem Cavalier King Charles Spaniel auf, da deren Schädel oft zu klein für das Gehirn ist.

Da die Schulmedizin meist auf lebenslange, starke Medikamente (z. B. Gabapentin, Kortison) angewiesen ist und Operationen risikoreich sind, suchen viele Tierhalter nach alternativen und komplementären Behandlungsmöglichkeiten. Diese können die Ursache zwar nicht heilen, sind aber eine wertvolle Unterstützung zur Schmerzlinderung und Entspannung.

 

Grenzen und Ziele alternativer Therapien

Wichtig vorab: Eine bestehende Syrinx (Höhle) im Rückenmark lässt sich durch Naturheilkunde nicht auflösen. Auch bei schweren, fortschreitenden neurologischen Ausfällen (wie Lähmungen) ist der Gang zum Tierneurologen und eine MRT-Diagnostik unumgänglich.

Die alternative Tiermedizin setzt dort an, wo die Lebensqualität des Hundes im Alltag verbessert werden kann:

  • Senkung des Schmerzniveaus (insbesondere bei neuropathischen Schmerzen)
  • Lösung von extremen Muskelverspannungen (Schonhaltungen)
  • Unterstützung des Nervenstoffwechsels
  • Reduzierung von Stress und Angst durch chronische Schmerzen

 

Die wirksamsten alternativen Ansätze beim Hund

1. Veterinär-Akupunktur (TCM)

Die Akupunktur ist eine der erfolgreichsten Begleittherapien bei neurologischen Erkrankungen des Hundes.

  • Wie es hilft: Durch das Nadeln spezifischer Punkte wird die Freisetzung körpereigener Schmerzhemmer (Endorphine) angeregt. Zudem wird die lokale Durchblutung gefördert.
  • Effekt bei SM: Viele Hunde zeigen nach regelmäßigen Sitzungen eine deutliche Besserung des typischen „Phantomkratzens“ (Luftgitarre-Spielen) und reagieren weniger empfindlich auf Berührungen im Nackenbereich.

2. Tier-Osteopathie und Craniosacral-Therapie

Da die Erkrankung auf einem gestauten Fluss des Nervenwassers (Liquor) basiert, ist die Craniosacral-Therapie ein sehr sanfter, logischer Ansatz.

  • Wie es hilft: Der Therapeut arbeitet mit minimalen, kaum sichtbaren Handgriffen am Schädel und entlang der Wirbelsäule des Hundes.
  • Effekt bei SM: Ziel ist es, Gewebespannungen zu reduzieren und den Liquorfluss im Rahmen der anatomischen Möglichkeiten zu harmonisieren.
  • Wichtiger Warnhinweis: Chiropraktik (klassisches „Einrenken“) mit ruckartigen Bewegungen an der Halswirbelsäule ist bei Hunden mit Syringomyelie strengstens verboten, da dies zu lebensgefährlichen Verletzungen des Rückenmarks führen kann!

3. Phytotherapie und Nahrungsergänzungsmittel

Verschiedene pflanzliche und natürliche Stoffe können helfen, die schulmedizinische Dosis von Schmerzmitteln oder Kortison unter tierärztlicher Aufsicht zu reduzieren:

  • CBD-Öl für Tiere: Hochwertiges, THC-freies CBD-Öl wird von vielen Hundehaltern erfolgreich eingesetzt. Es wirkt entzündungshemmend, dämpft Nervenschmerzen und beruhigt das gestresste Nervensystem des Tieres.
  • Natürliche Entzündungshemmer: Extrakte aus Weihrauch (Boswellia), Kurkuma (Curcumin) oder hochdosierte Omega-3-Fettsäuren (z. B. aus Grünlippmuschel- oder Lachsöl) helfen, chronische Entzündungsprozesse im Gewebe abzumildern.
  • B-Vitamine (Nervenvitamine): Eine hochdosierte Gabe von Vitamin B-Komplex unterstützt die Regeneration und den Schutz der noch intakten Nervenbahnen.

4. Blutegel-Therapie

An den betroffenen Stellen im Nacken- oder Rückenbereich können medizinische Blutegel angesetzt werden. Der Speichel der Egel enthält einen Cocktail aus entzündungshemmenden, schmerzlindernden und lymphstromanregenden Stoffen, der tief in das Gewebe eindringt.

 

Alltagstipps: Das Umfeld schmerzfrei gestalten

Zusätzlich zu therapeutischen Maßnahmen können Sie den Alltag Ihres Hundes durch einfache Anpassungen enorm erleichtern:

  • Erhöhte Fress- und Trinknäpfe: Das tiefe Absenken des Kopfes erhöht den Druck im Schädel und triggert Schmerzattacken. Ein erhöhter Napf schont den Nacken.
  • Konsequentes Brustgeschirr-Verbot: Nutzen Sie niemals ein Halsband. Jeder Zug am Halsband bedeutet direkten Druck auf die ohnehin geschädigte Halswirbelsäule. Ein gutsitzendes, gepolstertes Y-Brustgeschirr ist Pflicht.
  • Wärme- und Kältetherapie: Viele Hunde genießen bei Muskelverspannungen sanfte Wärme (z. B. durch ein Kirschkernkissen oder eine Rotlichtlampe). Beobachten Sie genau, was Ihrem Hund guttut.

 

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Diese Aussagen dienen lediglich Informationszwecken. Für medizinische Beratung oder eine Diagnose sollten Sie sich an einen Experten der Tiermedizin wenden.

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